Dendroaspis angusticeps - Gewöhnliche Mamba / Östliche Grüne Mamba


Allgemeines:

Die Gewöhnliche Mamba ist eine afrikanische Schlangenart und zählt zur Familie der "Giftnattern" (Elapidae). Von den insgesamt 4 Arten der Gattung "Dendroaspis" ist diese Art die kleinste und am ruhigsten geltende Art.
Sie erreicht im Durchschnitt eine Gesamtlänge von 180-200cm, kann aber auch etwas größer werden. Jungtiere sind beim Schlupf noch Blaugrün gefärbt und fangen ab einer Größe von 70 - 80 cm mit der Umfärbung zum Smaragdgrün der adulten Tiere an. Wie alle Mambaarten verfügt auch die Gewöhnliche Mamba über ein starkes Neurotoxin, welches ohne die entsprechenden Hilfsmaßnahmen auch beim Menschen zum Tod führen kann.

Giftwirkung:

Neurotoxisch, dendrotoxisch.

Antivenine:

SAIMR Polyvalent Snake antivenom

Systematische Einteilung:

Famlilie: Giftnattern (Elapidae)
Gattung: Mambas (Dendroaspis)
Art: Gewöhnliche Mamba / Östl. Grüne Mamba (Dendroaspis angusticeps)

Verbreitung und Lebensweise:

Wie alle Mambaarten ist auch die Gewöhnliche Mamba in Afrika heimisch, genauer gesagt in Südostafrika. Sie überschneidet auch die Verbreitungsgebiete der Schwarzen Mamba (Dendroaspis polylepis). Die genauen Länder in denen die Tiere vorkommen sind Kenia, Malawi, Mosambik, Simbabwe, Tansania und die Südafrikanische Republik.

Die Gewöhnliche Mamba ist eine tagaktive und baumbewohnende Schlangenart, daher leben die Tiere in den immergrünen Wäldern auf Bäumen und Büschen. Sie zögern aber nicht, sich für ein Beutetier auch mal auf den Boden herab zu lassen. Die Tiere halten sich bevorzugt in der Nähe von Gewässern auf, auch in Menschennähe sind sie anzutreffen. Zum Beutespektrum zählen hauptsächlich Vögel und deren Eier aber auch Kleinsäuger, Echsen und Amphibien. In der Paarungszeit, welche im Frühling stattfindet tragen die Männchen Kommentkämpfe aus, solche Kämpfe dauern so lange an, bis eins der Männchen die Flucht ergreift. 2-3 Monate nach der Paarung legt das Weibchen bis zu 18 Eier.

Klimadaten aus den Verbreitungsgebieten von Dendroaspis angusticeps:





Mit freundlicher Genehmigung von Karl Iten (www.iten-online.ch).

Haltung:

Achtung! Die Haltung dieser Schlangenart erfordert jahrelange Erfahrung und eignet sich deshalb nur für Experten. Ein Biss kann tödlich verlaufen.

Da die Gewöhnliche Mamba baumbewohnend ist, ist bei dieser Art auch ein höheres Terrarium angebracht. Zur Grundausstattung zählen Rückzugsmöglichkeiten, Klettermöglichkeiten und ein Wassergefäß. Eine sinnvolle Einrichtung erzielt man, wenn man den Tieren z.B. mit verschiedenen Geäst aus dem Zoofachhandel oder auch aus dem heimischen Wald eine stabile Kletterlandschaft erstellt und diese anschließend mit reichlich "Grün" wie z. B. Efeutute ausstattet, dabei ist es egal, ob die Pflanzen echt oder künstlich sind. Durch die vielen Pflanzen im Terrarium bietet man den Tieren gleichzeitig die nötigen Rückzugsmöglichkeiten. Zusätzlich kann im Terrarium eine erhöhte Schlupfbox angebracht werden, welche von außen verschließbar ist. Dies erleichtert Routinearbeiten wie z. B. das entfernen von Kot. Der Bodengrund besteht aus einem Gemisch aus Pinienrinde und Terrarienhumus oder reiner Pinienrinde mit feiner Körnung. Bei dieser Art ist ein größeres Wasserbecken angebracht, um die Luftfeuchtigkeit etwas erhöht zu halten. Vorteilhaft ist auch eine Beregnungsanlage, welche morgens und abends für ca. 1 Minute eingeschaltet wird, da die Tiere überwiegend von den Pflanzen trinken. Die Tagestemperatur liegt bei 26-27°C und einem lokalen Wärmeplatz mit Temperaturen von 30 - 33°C. Nachts wird die Temperatur um 3-4°C abgesenkt. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei 60-70%.

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