Naja samarensis - Samar-Kobra

Allgemeines:

Die Samar Kobra ist eine asiatische Kobra und zählt zur Familie der Giftnattern. Wie fast alle Kobras ist sie in der Lage ihren Nacken zu einem Schild  zu spreizen, um somit für potenzielle Angreifer größer zu wirken.
Naja samarensis zählt zu den Speikobras, sie kann ihr Gift auf eine Distanz von 3 m und mehr zielsicher auf einen Potenziellen Angreifer speien. Beim Speien zielen die Tiere nicht auf die Augen des Störenfrieds, sondern  reagieren auf die Bewegungen. Auf der Haut oder im Mund ist das Gift ungefährlich, sollte aber sofort abgewaschen werden, ansonsten kann es zu Hautnekrosen kommen. Die Samar Kobra erreicht im Durchschnitt eine Körperlänge von 120-150 cm. Sie zählen mit zu den schönsten, aber auch zu den aggressivsten ihrer Gattung. Die Tiere besitzen von allen Kobraarten die kürzesten Giftzähne. Leider gibt es für diese Art noch kein Antivenin.

Giftwirkung:

Neurotoxisch, kardiotoxisch

Antivenine:

- Monovalent (Naja philippinensis) Cobra Antivenin

Systematische Einteilung:

Famlilie: Giftnattern (Elapidae)
Gattung: Echte Kobras (Naja)
Art: Samar Kobra (Naja samarensis)

Verbreitung:

Kobras werden in 2 Gruppen unterteilt. Die afrikanischen Kobras und die asiatischen Kobras. Die Samar-Kobra zählt zu den asiatischen Kobras und kommt im Südosten des Philippinischen Archipels vor. Man findet die Tiere auf folgenden Inseln: Bohul, Camiguin, Leyte, Mindanao, Samal und Samar.

Die Samar Kobra bewohnt unterschiedliche Lebensräume und ist auch in Menschennähe nicht selten anzutreffen. Wie die meisten asiatischen Kobras bevorzugt auch diese Art Gebiete in Wassernähe. Die Tiere sind überwiegend dämmerungs-und nachtaktiv aber auch tagsüber gehen sie auf Nahrungssuche. Ihr Beutespektrum reicht von Kleinsäugern wie Mäuse und Ratten über Vögel und Fische bis hin zu Amphiben und Reptilien, darunter auch Artgenossen. Bei Gefahr richtet sich die Schlange auf und spreizt durch ihre verlängerten Nackenrippen den für Kobras typischen Schild. Sollte dies nichts bewirken wird dem Störenfried das Gift entgegengespeit und das Tier wird versuchen zu beißen.

Klimadaten aus den Verbreitungsgebieten von Naja samarensis:




Mit freundlicher Genehmigung von Karl Iten (www.iten-online.ch).

Haltung:

Achtung! Die Haltung dieser Schlangenart erfordert jahrelange Erfahrung und eignet sich deshalb nur für Experten. Ein Biss kann tödlich verlaufen.

Die Samar Kobra braucht ein mittelgroßes Terrarium mit den Mindestmaßen von 150 x 80 x 60 cm. Zur Grundausstattung gehören Rückzugsmöglichkeiten, Klettermöglichkeiten und eine Bademöglichkeit.
Als Rückzugsmöglichkeit eignet sich wie bei allen Kobras am besten eine von außen verschließbare Schlupfbox um gleichzeitig ein sicheres Arbeiten am Terrarium zu ermöglichen. Der Bodengrund besteht aus einem Gemisch aus Pinienrinde und Terrarienhumus. Zum Klettern kann man den Tieren z.B. Steine und Kork anbieten. Echte oder künstliche Pflanzen sorgen fürs optische und bieten den Tieren weitere Rückzugsmöglichkeiten. Die Einrichtung sollte so konstruiert werden, das die Tiere sie nicht gleich durch ihr umher Wühlen im Bodengrund wieder umschmeißen können. Da diese Art die Feuchtigkeit nahezu liebt, sollte man ein größeres Wassergefäß anbieten. Die Temperatur liegt am Tage bei 26-28°C, hinzu kommt ein lokaler Wärmeplatz mit einer Temperatur von 30-33°C. Es sollten sich aber auch kühlere Zonen im Terrarium befinden. Nachts wird die Temperatur um 4-5°C abgesenkt. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei 65-70%.