Naja siamensis - Indonesische Speikobra

Allgemeines:

Die Indonesische Kobra ist eine asiatische Kobra und zählt zur Familie der Giftnattern. Wie fast alle Kobras ist sie durch ihre verlängerten Nackenrippen in der Lage ihren Nacken zu einem Schild  zu spreizen um somit für potenzielle Angreifer größer zu wirken.
Naja siamensis zählt zu den Speikobras, sie kann ihr Gift auf eine Distanz von 3 m und mehr zielsicher auf einen Potenziellen Angreifer Speien. Beim Speien zielen die Tiere nicht auf die Augen des Störenfrieds, sondern  reagieren auf die Bewegungen. Auf der Haut oder im Mund ist das Gift ungefährlich, sollte aber sofort abgewaschen werden, ansonsten kann es zu Hautnekrosen kommen. Die Indonesische Kobra erreicht im Durchschnitt eine Länge von rund 150 cm. Die Tiere sind sehr vielfältig in ihrer Farbgebung. Es gibt Tiere die fast komplett oder sogar komplett weiß sind.

Giftwirkung:

Neurotoxisch, gewebetoxisch.

Antivenine:

Cobra Antivenin (QSMI)
Neuro-polyvalent snake antivenom (QSMI)

Systematische Einteilung:

Famlilie: Giftnattern (Elapidae)
Gattung: Echte Kobras (Naja)
Art: Siamesische Kobra (Naja siamensis)

Verbreitung:

Kobras werden in 2 Gruppen unterteilt. Die afrikanischen Kobras und die asiatischen Kobras. Die Indonesische Kobra zählt zu den asiatischen Kobras. Sie lebt in Südostasien in Kambodscha, Thailand, Südvietnam und Laos.

Die Indonesische Kobra lebt in den Wäldern Südostasiens, ist aber auch in Menschennähe zum Beispiel auf Feldern anzutreffen. Wie die meisten asiatischen Kobras bevorzugt auch Naja siamensis Gebiete in Wassernähe. Sie ist ebenso auf dem Boden als auch kletternd anzutreffen. Nachts wie auch tagsüber sind die Tiere aktiv und gehen auf Nahrungssuche. Ihr Beutespektrum reicht von Kleinnagern wie Mäuse und Ratte über Vögel und deren Eier bis hin zu Fischen, Amphibien und Reptilien, darunter auch Artgenossen. Bei Gefahr richten sich die Tiere auf und spreizen ihren Nacken zu einem Schild um größer zu wirken. Verschreckt dies den Störenfried nicht, verteidigen sich die Tiere durch Giftbisse und Giftspeien.

Klimadaten aus den Verbreitungsgebieten von Naja siamensis:




Mit freundlicher Genehmigung von Karl Iten (www.iten-online.ch).

Haltung:

Achtung! Die Haltung dieser Schlangenart erfordert jahrelange Erfahrung und eignet sich deshalb nur für Experten. Ein Biss kann tödlich verlaufen.

Naja siamensis zählt mit einer durchschnittlichen Länge von 150 cm zu den mittelgroßen Kobraarten und benötigt ein Terrarium mit den Mindestmaßen von 150 x 80 x 60. Zur Grundausstattung des Terrariums gehören Rückzugsmöglichkeiten sowie Klettermöglichkeiten und ein größeres Wassergefäß.
Bei dieser Kobraart ist Einzelhaltung teilweise empfehlenswert, da die Tiere stärker zu Kannibalismus neigen als andere Arten. Bei uns hatte im Jahre 2010 das Weibchen ihren Artgenossen gefressen. Das heißt aber nicht, das dies zwingend passieren muss. Unser jetziges Zuchtpaar halten wir problemlos zusammen. Als Versteckmöglichkeit eignet sich wie bei allen Kobras am besten eine von außen verschließbare Schlupfbox um gleichzeitig ein sicheres Arbeiten am Terrarium zu ermöglichen. Zum Klettern bietet man den Tieren Äste, Kork und Steine an. Als Bademöglichkeit empfiehlt sich ein großes Wassergefäß, welches zwecks eines Aquariuminnenfilters gereinigt wird um den täglichen Wasserwechsel zu vermeiden. Als Bodengrund eignet sich am besten ein Gemisch aus Pinienrinde und Humus. Die Temperatur liegt am Tage bei 25 - 26°C und einem lokalen Wärmeplatz  mit Temperaturen von 30 - 32°C. In der Nacht wird die Temperatur um 3 - 4°C abgesenkt. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei 70% und kann nachts bis auf 80% ansteigen.