Oxyuranus scutellatus canni - Neuguinea-Taipan

Allgemeines:

Der Neuguinea Taipan ist eine australische Schlangenart. Er zählt zur Familie der Giftnattern (Elapidae) und zur Gattung der Taipane (Oxyuranus).
Die Taipane beherbergen insgesamt 3 Arten. Der Neuguinea Taipan ist eine der beiden Unterarten von Oxyuranus scutellatus. Die Tiere erreichen eine
durchschnittliche Gesamtlänge von 200-250cm, können aber auch größer werden. Sie gehören somit zu den größeren Vertretern der Giftnattern. Weiterhin
besitzt diese Art ein sehr starkes Neurotoxin, welches ohne schnelle Hilfe mit hoher Wahrscheinlichkeit auch beim Menschen zum Tod führt. Da diese Art zu den gefährlichsten Schlangen der Welt zählt, sollte sie nur von Experten mit langjähriger Giftschlangenerfahrung gehalten werden.
Besonderheit: Der Taipan (Oxyuranus scutellatus), von dem der Neuguinea Taipan eine der beiden Unterarten bildet, gilt als die drittgiftigste Landschlange der Welt. 

Giftwirkung:

Neurotoxisch

Antivenine:

CSL Polyvalent antivenom
CSL Taipan antivenom

Systematische Einteilung:

Famlilie: Giftnattern (Elapidae)
Gattung: Taipane (Oxyuranus)
Art: Taipan (Oxyuranus scutellatus)
Unterart: Neuguinea Taipan (Oxyuranus scutellatus canni)

Verbreitung:

Wie alle Taipanarten, ist auch der Neuguinea Taipan auf dem australischen Kontinent heimisch. Genauer gesagt kommt diese Art in Merauke und Port Moresby, zwei südlich und südwestlich von Papua Neuguinea liegende Gebiete vor.

Der Neuguinea Taipan bewohnt ebenso trockene, als auch feuchtere Wälder, im Regenwald ist er jedoch nicht anzutreffen. Die Tiere sind überwiegend bodenbewohnend. Nachts ziehen sie sich in geeignete Verstecke, z.B. unter Baumstämme, Steine oder Laubhaufen zurück, während sie tagsüber oft umherstreifend die Gegend erkunden und auf Nahrungssuche gehen. Wenn es jedoch tagsüber sehr heiß ist, werden sie auch mal nachts aktiv. Neuguineataipane sind sehr scheue Tiere, welche bei Menschlicher Begegnung sofort versuchen die Flucht zu ergreifen. Ist dies jedoch nicht möglich, zögern die Tiere nicht vor einem Angriff. Die Größe, Schnelligkeit und das sehr starke Neurotoxin (Nervengift) lassen die Tiere mit zu den gefährlichsten Schlangen überhaupt zählen. Zum Beutespektrum zählen hauptsächlich kleine Nagetiere wie Mäuse und Ratten, aber auch Vögel und Echsen dienen ihnen als Nahrung. Die Paarung findet zwischen Juli und Oktober statt. 2-3 Monate nach erfolgreicher Befruchtung des Weibchens, legt das Tier meist zwischen 10 und 20 Eier. Nach erneuter Wartezeit von 2-3 Monaten schlüpfen die Jungtiere, welche bei der Geburt 30 bis 50 cm Messen

Klimadaten aus den Verbreitungsgebieten von Oxyuranus scutellatus canni:


Mit freundlicher Genehmigung von Karl Iten (www.iten-online.ch).

Haltung:

Achtung! Die Haltung dieser Schlangenart erfordert jahrelange Erfahrung und eignet sich deshalb nur für Experten. Ein Biss kann tödlich verlaufen.

Da der Neuguinea Taipan zu den größeren Vertretern der Elapiden (Giftnattern) zählt und zudem noch sehr aktiv ist, sollte den Tiere auch ein dementsprechend großes Terrarium zur Verfügung gestellt werden. Die Maße für ein adultes Pärchen sollten die Grundfläche von 250X100 (cm) nicht unterschreiten. Zur Grundausstattung des Terrariums zählen Rückzugsmöglichkeiten, Klettermöglichkeiten und ein Wassergefäß.
Als Rückzugsmöglichkeit dienen den Tieren z.B. gebogene Korkstücke, Steine oder
Laubhaufen. Keinesfalls sollten bei dieser Art eine oder mehrere von außen verschließbare Schlupfboxen fehlen, diese ermöglichen ein sicheres Arbeiten am Terrarium, ohne das Tier dem Terrarium zu entnehmen. Zum klettern fertigt man aus einigen Ästen ein stabiles "Klettergerüst" an, welches anschließend noch mit reichlich Bepflanzung bestückt wird. Als Bodengrund benutzt man ein 50/50 Gemisch aus Erde und Sand. Ein Mittelgroßes Wassergefäß ist für diese Art ausreichend. Die Tagestemperatur liegt bei 26-28°C und kann nachts bis auf 22°C herabfallen. Weiterhin sollte sich im Terrarium mindestens ein lokaler Wärmeplatz befinden mit Temperaturen von 30 - 35°C, welcher von den Tieren gerne aufgesucht wird 2-3 Mal die Woche wird das Terrarium leicht befeuchtet.