Viperidae - Vipern

Die Vipern (Viperidae) sind eine große Familie der Schlangen mit 35 Gattungen und über 260 Arten. Die Tiere leben in Afrika, Amerika, Asien und Europa. Die Kreuzotter (Vipera berus) ist auch in Deutschland heimisch. Die meisten Vipern sind vivipar (lebend gebärend). Alle dieser Tiere verfügen über ein starkes Gift, welches beim Menschen ohne die entsprechenden Hilfsmaßnahmen auch zum Tod führen kann. Die Viperidae werden in 4 Unterfamilien eingeordnet.

- Fea-Vipern (Azemiopinae)
- Grubenottern (Crotalinae)
- Krötenvipern (Causinae)
- Echte Vipern (Viperinae)

Die Grubenottern besitzen dementsprechend auch das namensgebende Grubenorgan. Das Grubenorgan ist ein Sinnesorgan welches den Tieren die Erfassung von Infrarotstrahlen ermöglicht. Die Tiere können mit Hilfe ihrer Gruben, welche im vorderen Oberkiefer zwischen Nasenlöchern und Augen sitzen auch bei völliger Dunkelheit ihre Beutetiere aufspüren. 

Vipern erreichen eine durchschnittliche Körperlänge zwischen 30 und 250cm und können über 10kg schwer werden. Die in Afrika heimische Gabunviper (Bitis rhinoceros) zählt hier als die schwerste Art und verfügt mit bis zu 5cm langen Zähnen über die längsten Giftzähne aller Schlangenarten. Die Giftzähne sind bei den Vipern bei geschlossenem Maul eingeklappt und werden erst beim Zubiss aufgerichtet. Der Zubiss erfolgt blitzschnell. Die meisten Vipern sind Dämmerungs-und nachtaktiv. Der Lebensraum erstreckt sich von trockenen Steppen und Wüsten bis hin zu feuchten Wäldern. Das Beutespecktrum der Vipern reicht von Insekten, Kleinsäuger wie Mäuse, Ratten und  Kaninchen über Vögel, Reptilien und Amphibien bis hin zu Fischen.

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