Agkistrodon contortrix - Kupferkopf

Allgemeines:

Der Kupferkopf ist eine Amerikanische Schlangenart und zählt zur Familie der Vipern (Viperidae) und zur Unterfamilie der Grubenottern (Crotalinae). Er besitzt dementsprechend  auch das Grubenorgan.
Das Grubenorgan ist ein Sinnesorgan, welches den Tieren die Erfassung von Infrarotstrahlen ermöglicht. Die Tiere können mithilfe ihrer Gruben, welche im vorderen Oberkiefer zwischen Nasenlöchern und Augen sitzen auch bei völliger Dunkelheit ihre Beutetiere aufspüren. Dieser Art gehören 5 Unterarten an. Die Tiere erreichen im Durchschnitt eine Körperlänge von 70 - 130 cm wobei der Trans-Pecos-Kupferkopf (Agkistrodon contortrix pictigaster) die kleinste und der Nördliche Kupferkopf (Agkistrodon contortrix mokasen) die größte der Arten ist. Die meisten Tiere bleiben jedoch unter 100 cm Gesamtlänge. Ihren Namen haben die Tiere wegen der Kupferähnlichen Färbung welche alle 5 Unterarten aufweisen. Oft wird diese Schlangenart für den Einstieg in die Giftschlangenhaltung gewählt, man sollte die Tiere jedoch wegen ihrer "Mindergiftigkeit" keinesfalls unterschätzen.

Systematische Einteilung:

Familie: Vipern (Viperidae)
Unterfamilie: Grubenottern (Crotalinae)
Gattung: Dreieckskopfottern (Agkistrodon)
Art: Kupferkopf (Agkistrodon contortrix)

Unterarten:
- Breitbandkupferkopf (Agkistrodon contortrix laticinctus)
- Nördlicher Kupferkopf (Agkistrodon contortrix mokasen)
- Osage-Kupferkopf (Agkistrodon contortrix phaeogaster)
- Südlicher Kupferkopf (Agkistrodon contortrix contortrix)
- Trans-Pecos-Kupferkopf (Agkistrodon contortrix pictigaster)

Giftwirkung:

Hämotoxisch, Zytotoxisch

Antivenine:

Polyvalent crotalid antivenom - CroFab

Verbreitung:

Der Kupferkopf lebt mit allen 5 Unterarten vom Nordosten der USA bis hin nach Nordmexiko. Die Tiere kommen in folgenden Ländern / Gebieten vor: Alabama, Arkansas, Connecticut, Delaware, Florida, Georgia, Illinois, Indiana, Iowa, Kansas, Kentucky, Louisiana, Maryland, Massachusetts, Mississippi, Missouri, New Jersey, New York, North Carolina, Ohio, Oklahoma, Pennsylvania, South Carolina, Tennessee, Texas und Virginia / Westvirginia.

Die Tiere bewohnen recht unterschiedliche Lebensräume, so halten sie sich je nach Verbreitungsgebiet ebenso in feuchten, als auch in trockenen Wäldern und Steinigen Habitaten auf. Jedoch bevorzugen sie immer Gebiete in Wassernähe. Auch in Menschennähe sind die Tiere anzutreffen. Er ist überwiegend bodenbewohnend. Zur kühleren Jahreszeit ist der Kupferkopf tag-und dämmerungsaktiv, während er sich im Sommer tagsüber zum Schutz vor der Sonne in geeigneten Verstecken wie Felsspalten, unter Steinen oder in Nagerbauten versteckt. Im Laub liegend sind sie  perfekt getarnt. Nachts gehen die Tiere auf Nahrungssuche. Zum Beutespektrum zählen Kleinnager wie Mäuse, Insekten, Vögel, Frösche und Echsen.

Klimadaten aus den Verbreitungsgebieten von Agkistrodon contortrix:




Mit freundlicher Genehmigung von Karl Iten (www.iten-online.ch).

Der Kupferkopf, eine Anfänger-Giftschlange?

Der Kupferkopf wird einem oftmals wegen seiner "Mindergiftigkeit" als Anfängergiftschlange angeboten, wobei "Mindergiftig" eher vorsichtig ausgedrückt ist. Besser wäre: "Nicht so giftig wie manch andere Schlange". Keinesfalls sollte dies jedoch ein Grund sein, die Tiere anders zu behandeln als einige stark giftige Schlangenarten, denn auch das Gift eines Kupferkopfes kann unter umständen zur Amputation oder auch zum Tod führen. Generell spricht nichts dagegen, diese Schlangenart für den Einstieg in die Giftschlangenhaltung zu wählen. Was aber daran liegt, dass die Tiere mit einer durchschnittlichen Adultgröße von 100cm wohl eher zu den kleineren Vipern zählen und auch die Haltung dieser Art sich recht einfach gestaltet. Auch wer Kupferköpfe halten will, sollte mehrere Jahre Erfahrung mit ähnlichen ungiftigen Schlangenarten aufweisen.

Haltung:

Die Haltung des Kupferkopfes gestaltet sich nicht sonderlich schwierig. Da die Tiere zu den kleineren Vipernarten zählen, ist für ein Zuchtpaar ein Terrarium mit den Maßen von 120 X 60 X 60 ausreichend. Größer ist immer besser! Zur Grundausstattung zählen mehrere Rückzugsmöglichkeiten, Klettermöglichkeiten sowie ein Wassergefäß.
Als Rückzugsmöglichkeit kann man den Tieren z.B. Tonhöhlen oder gebogene Korkstücke anbieten. Steine, Äste, Kork und ähnliches nutzen sie zum Klettern, zudem helfen Steine den Tieren bei der Abhäutung. Der Bodengrund besteht aus einem Gemisch aus Pinienrinde und Terrarienhumus. Stellenweise sollte im Terrarium etwas Laub oder Sphagnum Moos ausgelegt werden auf dem sich die Tiere gern aufhalten. Ein mittelgroßes Wassergefäß darf nicht fehlen. Die Tagestemperatur liegt bei 25-28°C. Nachts sollte die Temperatur nicht unter 20°C fallen. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei 50-60%
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