Bothrops venezuelensis - Venezuela-Lanzenotter

Allgemeines

Die Venezuela-Lanzenotter ist eine südamerikanische Schlangenart. Sie zählt zur Familie der Vipern (Viperidae) und Unterfamilie der Grubenottern (Crotalinae). Sie besitzt dementsprechend auch das Grubenorgan.
Das Grubenorgan ist ein Sinnesorgan welches den Tieren die Erfassung von Infrarotstrahlen ermöglicht. Die Tiere können mithilfe ihrer Gruben welche im vorderen Oberkiefer zwischen Nasenlöchern und Augen sitzen auch bei völliger Dunkelheit ihre Beutetiere aufspüren. Die Venezuela-Lanzenotter zählt mit einer durchschnittlichen Körperlänge von 90-120 cm zu den mittelgroßen Vipern. Bei Gefahr zittern die Tiere mit ihrem Schwanzende, was durch das am Boden liegende Laub an das Klappern einer Klapperschlange erinnert und potenzielle Angreifer warnen soll.


Systematische Einteilung:

Familie: Vipern (Viperidae)
Unterfamilie: Grubenottern (Crotalinae)
Gattung: Amerikanische Lanzenottern (Bothrops)
Art: Venezuela-Lanzenotter (Bothrops venezuelensis)

Antivenine:

Antiofidico Polivalente

Verbreitung:

Wie der Deutsche Name der Venezuela-Lanzenotter schon sagt, ist das natürliche Verbreitungsgebiet dieser Art ausschließlich Venezuela in Südamerika. Hier leben die Tiere in den tropischen Wäldern. Tagsüber ziehen sie sich in geeignete Verstecke zurück, so halten sie sich z.B. unter Steinen und Stämmen auf oder liegen einfach nur gut getarnt im Laub. Dabei befinden die Tiere sich immer in der Nähe von Gewässern. In der Dämmerung werden sie aktiv und gehen auf Nahrunssuche, dabei sind sie oft die ganze Nacht unterwegs. Zum Beutespektrum der Tiere zählen Amphibien und Nagetiere.



Klimadaten aus den Verbreitungsgebieten von Bothrops venezuelensis:




Mit freundlicher Genehmigung von Karl Iten (www.iten-online.ch).

Haltung:

Achtung! Die Haltung dieser Schlangenart erfordert jahrelange Erfahrung und eignet sich deshalb nur für Experten. Ein Biss kann tödlich verlaufen.

Wir halten ein adultes Zuchtpaar in einem 150x60x60 Terrarium. Der Bodengrund besteht aus einem Gemisch aus Pinienrinde uns Humus. Zusätlich wird im Terrarium eine Schicht Laub ausgelegt, welches im Wald gesammelt werden kann und den Tieren als Rückzugsmöglichkeit dient. Im Terrarium sollten sich mehrere Rückzugs -und Klettermöglichkeiten befinden, da die Tiere nachts häufig im Terrarium unterwegs sind. Diese erzielt man z.B. durch Kork, Steine und Äste. Die Temperatur liegt bei 25-27°C bei einer Nachtabsenkung von 4-5°C. Die Luftfeuchtigkeit liegt be 60-70%. Von Juni-August kann eine 2 Monatige Regenzeit simuliert werden.