Crotalus cerastes - Seitenwinder-Klapperschlange

Allgemeines

Die Seitenwinder-Klapperschlange ist eine amerikanische Schlangenart von der es insgesamt 3 Unterarten gibt. Sie gehört zur Familie der Vipern (Viperidae) und zur Unterfamilie der Grubenottern (Crotalinae), dementsprechend besitzt diese Art auch das Grubenorgan.
Das Grubenorgan ist ein Sinnesorgan welches den Tieren die Erfassung von Infrarotstrahlen ermöglicht. Die Tiere können mit Hilfe ihrer Gruben welche im vorderen Oberkiefer zwischen Nasenlöchern und Augen sitzen auch bei völliger Dunkelheit ihre Beutetiere aufspüren. Ihren Namen haben die Tiere wegen ihrer seitenwindenden Fortbewegungsweise, mehr dazu unter "Lebensweise". Mit einer Adultgröße von maximal 70-75 cm gehört diese Art den mittelgroßen Klapperschlangen an. Wie alle Klapperschlangen besitzen auch diese Tiere eine Rassel am Schwanzende mit der sie potenzielle Angreifer warnen.

Systematische Einteilung:

Familie: Vipern(Viperidae)
Unterfamilie: Grubenottern (Crotalinae)
Gattung: Klapperschlangen (Crotalus)
Art: Seitenwinder-Klapperschlange (Crotalus cerastes)

Unterarten:
- Colorado-Seitenwinder (Crotalus cerastes laterorepens)
- Mojave-Seitenwinder (Crotalus cerastes cerastes)
- Sonora-Seitenwinder (Crotalus cerastes cercobombus)

Giftwirkung:

Gewebetoxisch, Hämotoxisch

Verbreitung:

Die Seitenwinder-Klapperschlange lebt mit ihren 3 Unterarten im Südwesten Nordamerikas. Die Tiere kommen in folgenden Ländern/Gebieten vor: Arizona,  Colorado, Kalifornien, Nordost Baja-California, Nordwest-Sonora, Tiburon, Nevada und Südwest-Utah.

Der Lebensraum der Seitenwinder-Klapperschlange sind die südwestliches Wüsten Nordamerikas. Hier lebt sie hauptsächlich auf sandigen, aber auch auf steinigen Untergrund. Die Tiere halten sich überwiegend auf dem Boden auf. Durch ihre seitenwindende Fortbewegungsweise welche für diese Art auch Namensgebend ist, berührt sie immer nur an 2 bis 3 Punkten den heißen Wüstensand. Bei Bedrohung können sie sich rasch im Sand eingraben, sodass sie nur noch schwer zu erkennen sind. Potenzielle Angreifer werden mit der Rassel am Schwanzende gewarnt. Wird das Rasseln ignoriert, erfolgt ein Zubiss. Diese Art ist wie die meisten Klapperschlangen-Arten hauptsächlich dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber ziehen sie sich in geeignete Verstecke wie z.B. Sträucher oder Felsspalten zurück. Zum Beutespektrum der Seitenwinder-Klapperschlange zählen Kleinsäuger, Vögel und Echsen.

Klimadaten aus den Verbreitungsgebieten von Crotalus cerastes:




Mit freundlicher Genehmigung von Karl Iten (www.iten-online.ch).

Haltung:

Achtung! Die Haltung dieser Schlangenart erfordert jahrelange Erfahrung und eignet sich deshalb nur für Experten. Ein Biss kann tödlich verlaufen.

Crotalus cerastes zählt zu den mittelgroßen Klapperschlangen und benötigt ein Terrarium mit einer Mindestgröße von 100X60X50 (cm) für 2 adulte Tiere. Zur Grundausstattung des Terrariums zählen Rückzugsmöglichkeiten, Klettermöglichkeiten sowie ein Wassergefäß.
Als Rückzugsmöglichkeit eignen sich z.B. Sträucher oder Höhlen. Diese können entweder fertig im Terraristikgeschäft erworben werden oder man richtet sich die Höhlen selber mit Steinen an. Eine weitere gute Rückzugsmöglichkeit sind Sphagnum Moos und trockene Gräser welche man im Wald sammeln kann. Der Bodengrund besteht aus einer hohen Schicht reinen Terrariensand. Steine, Äste und Kork bieten den Tieren Klettermöglichkeiten. Künstliche oder echte Pflanzen wie z.B. Kakteen sorgen für das optische. Ein kleines Wassergefäß ist für diese Art ausreichend. Die Tagestemperatur liegt bei 27°C und einem lokalen Wärmeplatz mit Temperaturen von 33-35°C. Wichtig ist, das sich im Terrarium auch schattige bzw. kühlere Zonen mit einer Temperatur von 20-22°C befinden. Nachts kann die Temperatur im Terrarium bis auf 18°C absinken. Die Luftfeuchtigkeit sollte so gering wie möglich gehalten werden.