Daboia russelii - Kettenviper

Allgemeines:

Die Kettenviper ist eine asiatische Viper. Sie zählt zur Familie der Vipern und zur Gattung der Orientalischen Vipern. Die Tiere erreichen eine durchschnittliche Körperlänge von 120-150 cm je nach Verbreitungsgebiet, können aber in Ausnahmefällen auch größer werden. Die Kettenviper verfügt über ein sehr stark wirkenden Hämotoxin und ist in ihrem natürlichem Verbreitungsgebiet für zahlreiche Todesfälle verantwortlich und deshalb sehr gefürchtet. Ihren Namen haben die Tiere wegen dem Muster, welches über den gesamten Körper der Tiere geht und an eine Kette erinnert.

Systematische Einteilung:

Familie: Vipern (Viperidae)
Gattung: Orientalische Vipern (Daboia)
Art: Kettenviper (Daboia russelii)

Giftwirkung:

Stark hämotoxisch.

Antivenine:

Polyvalent Antisnake Venom
Polyvalent Snake Antivenin (Asia)
Snake antivenin I.P. (Asia)
Snake Venom Antiserum I.P. (Asia)

Verbreitung:

Die Kettenviper ist über ein sehr großes Gebiet im zentralen und südlichen Asien verbreitet. Sie kommt auf dem Indischen Subkontinent mit Indien, Pakistan und Bengladesch, auf Sri Lanka, im südlichen China und auf Taiwan, in Myanmar, in Thailand sowie auf einigen Inseln Indonesiens vor. Dabei gibt es sowohl große, zusammenhängende Vorkommensgebiete als auch Regionen mit eher lückenhafter und isolierter Verbreitung. Besonders isoliert von anderen Vorkommen sind die Kettenvipern der indonesischen Inseln Komodo, Flores, Lembata und des südlichen Java, die mehr als 2.000 Kilometer von den nächsten Festlandpopulationen in Thailand entfernt sind. Sumatra, Borneo, der größte Teil Javas und auch die malayische Halbinsel weisen keine Kettenvipern auf. Als Lebensraum bevorzugt die Art vor allem mäßig feuchte Habitate in niedrigeren Höhenlagen. Sie ist vor allem im Grasland und in Buschlandschaften zu finden, häufig zudem in Ruderalflächen, Randvegetation am Ufer von Flüssen sowie in Agrarflächen und Gärten. Dadurch findet man sie vor allem in Indien und einigen anderen Ländern häufig im Bereich menschlicher Ansiedlungen und landwirtschaftlich genutzter Gebiete. Die Art kommt auch in Gebieten mit dichtem Gebüsch vor, meidet jedoch geschlossene Waldgebiete mit dichter Vegetation, außerdem Sumpfland und permanent feuchte Gebiete. Die maximal besiedelten Höhenlagen liegen bei etwa 2.300 bis 3.000 Metern NN, meistens jedoch deutlich niedriger. 
(Quelle: Wikipedia)

Klimadaten aus den Verbreitungsgebieten von Daboia russelii:




Mit freundlicher Genehmigung von Karl Iten (www.iten-online.ch).

Haltung:

Achtung! Die Haltung dieser Schlangenart erfordert jahrelange Erfahrung und eignet sich deshalb nur für Experten. Ein Biss kann tödlich verlaufen.

Für Daboia russelii ist eine Terrariengrundfläche von 200x100 angebracht. Bei kleineren Tieren kann die Terrariengröße dementsprechend minimiert werden. Die Grundausstattung besteht aus Rückzugsmöglichkeiten, Klettermöglichkeiten und einem Wassergefäß. Wir bieten unseren Tieren durch eine im Terrarium integrierte Rückwand diverse Klettermöglichkeiten an, welche von den Tieren auch gern genutzt werden. Rückzugsmöglichkeiten erzielt man durch die üblichen Dekogegenstände wie z.B. Kork, Steine und Äste. Diese können auch aus dem Wald gesammelt werden. Der Bodengrund besteht aus einem Gemisch aus Erde und Sand bzw einem Sand/Lehm-Gemisch.. Stellenweise kann im Terrarium Laub ausgelegt werden, welcher den Tieren als zusätzliche Rückzugsmöglichkeit dient. Ein mittelgroßes Wasserbecken sollte den Tieren zur Verfügung gestellt werden. Die Temperatur liegt am Tage bei 26-27°C und einem lokalen Wärmeplatz. Nachts wird unserer Terrarium mit einem Elstein-Strahler beheizt, sodass die Temperatur nicht unter 23°C fällt. Um Atemwegserkrankungen vorzubeugen, sollten die Tiere im Terrarium eher trocken gehalten werden. Gesprüht werden sollte Tagsüber, sodass das Terrarium vor Einbruch der Nacht wieder gut getrocknet ist.