Sistrurus miliarius - (Östliche) Zwergklapperschlange

Allgemeines:

Die Östlichen Zwergklapperschlange (Sistrurus miliarius) ist eine Gattung der Grubenottern (Crotalinae) von der es insgesamt 3 Unterarten gibt. Alle dieser Unterarten sind im Südosten Nordamerikas heimisch. Wie alle Grubenottern besitzen auch diese Schlangenarten das Grubenorgan.
Das Grubenorgan ist ein Sinnesorgan welches den Tieren die Erfassung von Infrarotstrahlen ermöglicht. Die Tiere können mithilfe ihrer Gruben, welche im vorderen Oberkiefer zwischen Nasenlöchern und Augen sitzen, auch bei völliger Dunkelheit ihre Beutetiere aufspüren. Mit einer durchschnittlichen Gesamtlänge von 50-70cm zählen Zwergklapperschlangen zu den kleineren Vertretern der Vipern (Viperidae). Die Tiere verfügen wie auch die Klapperschlangen (Crotalus) über eine Rassel am Schwanzende, mit der sie potenzielle Angreifer warnen. Mit jeder Häutung wächst der Rassel ein neuer Hornring.

Systematische Einteilung:

Famlilie: Vipern(Viperidae)
Unterfamilie: Grubenottern (Crotalinae)
Gattung: Zwergklapperschlangen (Sistrurus)
Art: Zwergklapperschlange (Sistrurus miliarius)


Unterarten: Sistrurus miliarius barbouri
                   Sistrurus miliarius miliaris
                   Sistrurus miliarius streckeri

Giftwirkung:

Hämotoxisch, zytotoxisch

Antivenine:

Polyvalent crotalid antivenom - CroFab

Verbreitung:

Die Zwergklapperschlangen leben im Südosten Nordamerikas. Die Tiere kommen in folgenden Ländern/Gebieten vor: Alabama, Arkansas, Florida, Georgia, Kentucky, Louisiana, Mississippi, Nord-Mexiko. North Carolina, Ost-Oklahoma, Ost-Texas, South Carolina, Süd-Missouri, West-Tennessee.

Zwergklapperschlangen leben in tief liegenden Kiefern - oder Eichenwäldern in der Nähe von Flussläufen und anderen Gewässern. Ebenso lebt die Zwergklapperschlange auch in feuchten und trockenen Prärien mit hohem Graswuchs. Die überwiegend nachtaktive Grubenotter hält sich tagsüber in geeigneten Verstecken wie z.B. unter Steinen und Rindestücken, in Gräsern, im Laub oder zwischen Felsspalten auf. Zum Beutespektrum der Tiere zählen Mäuse, Vögel, Echsen, Amphibien und Insekten. Bei Gefahr warnen sie potenzielle Angreifer mit ihrer Rassel am Schwanzende. Schreckt dies den Angreifer nicht ab, erfolgt schnell der Zubiss welcher trotz der geringen Größe der Tiere auch für einen Mensch gefährlich werden kann. Im Frühjahr nach der Überwinterung ist Paarungszeit, im Sommer kommen dann die 15-18cm langen Jungtiere lebendig zur Welt.

Klimadaten aus den Verbreitungsgebieten von Sistrurus miliarius:




Mit freundlicher Genehmigung von Karl Iten (www.iten-online.ch).

Haltung:

Da die Zwergklapperschlangen zu den kleineren Vertretern der Vipern (Viperidae) zählen, ist für diese Art auch ein Terrarium mit einer Größe von 100X50X50(cm) für eine kleine Gruppe ausreichend. Größer ist immer besser. Zur Grundausstattung zählen Rückzugsmöglichkeiten, Klettermöglichkeiten sowie ein Wassergefäß.
Als Rückzugsmöglichkeit eignen sich z.B. halbrunde Korkröhren, kleine Schlupfboxen oder Höhlen, welche man aus Steinen selber anrichtet. Der Bodengrund besteht aus einem Gemisch aus Terrarienhumus und Sand. Zum Klettern bietet man z.B. Äste, Steine und Korkstücke an. Künstliche oder echte Pflanzen wie z.B. Gräser oder Kakteen sorgen fürs optische und bieten den Tieren weitere Versteckmöglichkeiten. Getrocknete Gräser können auch im Wald gesammelt werden. Vor Gebrauch sollten diese aber 48 Std. eingefroren oder mit kochendem Wasser übergossen werden. Des Weiteren sollte man dieser Art ein mittelgroßes Wassergefäß zur Verfügung stellen. Die Tagestemperatur liegt bei 24-26°C und einem lokalen Wärmeplatz mit Temperaturen von 30-33°C. Es sollte sich aber auch mindestens eine kühlere Zone mit Temperaturen von 20°C im Terrarium befinden. Nachts kann die Temperatur auf 20°C herabfallen. Die Lüftfeuchtigkeit liegt bei 40-60%. Eine 6-8 wöchige Winterruhe ist zur Zucht notwendig. Diese kann bei 15-20°C erfolgen.